K u r p f ä l z e r  G l e i t s c h i r m f l i e g e r  H e i d e l b e r g  e. V.

 

                                                                                                          Wiesenbach, den 23.11.2009

 

Geländeordnung

der Kurpfälzer Gleitschirmflieger Heidelberg e.V.

für das Windenschleppgelände Schönbrunn


Erlaubnis


Geländehalter des Windenschleppgeländes Schönbrunn ist der Delta Club Mosbach e.V.
Die Außenstart- und –landeerlaubnis für Hängegleiter und Gleitflugzeuge erfolgte nach § 25 Abs. 1 LuftVG am 20.03.1986 durch das Regierungspräsidium Karlsruhe.
Die Erlaubnis für Hängegleiter und Gleitsegel nach § 25 LuftVG wurde durch den DHV am 15.12.1994 unbefristet verlängert und aktualisiert.

Die Starterlaubnis wird im Windenfahrzeug mitgeführt und ist jedem Hängegleiter- und Gleitsegelführer vor dem ersten Flug zur Kenntnis zu geben.

Der Delta Club Mosbach e.V. erlaubt den Kurpfälzer Gleitschirmflieger e.V. Heidelberg die Nutzung ihres Geländes.

 

Geländenutzung

Schleppstrecke
Der NNW-liche Teil der Schleppstrecke verläuft auf einem Grasweg.
In gerader Verlängerung quert die Strecke einen Acker und anschließende Wiesengelände bis zum SSO- Ende der Strecke. Alle Starts sind in ein Windenschleppbuch einzutragen; verantwortlich hierfür ist der Windenfahrer.

Absperrungen
Die Schleppstrecke wird ca. in der Mitte von einem Wirtschaftsweg gequert.
Vor Schleppbeginn ist am Anfang und Ende dieses Weges bei der Einmündung zum Asphaltweg bzw. am Waldrand je ein Schild aufzustellen, das vor dem Windenschleppbetrieb warnt. Einige Meter vom  Kreuzungsbereich der Schleppstrecke mit dem Feldweg ist dieser Weg mit weiß-rotem Band abzusperren.
Die Absperrungen sind unmittelbar nach Ende des Betriebes zu entfernen, auch wenn am Folgetag der Schleppbetrieb weiter gehen soll.

Ausziehen der Seile
Zum Ausziehen der Schleppseile wird ein Fahrzeug (z.B. Quad oder Moped) benutzt. Hierbei ist darauf zu achten, dass sowohl auf der Schleppstrecke als auch bei der Zufahrt zur Winde über die Wiesenflächen immer die gleiche Fahrspur genutzt wird.
In der Mitte der Strecke ist neben dem querenden Weg ein kleiner Wassergraben. Dieser kann mit einem Holzstück überbrückt werden um das Überfahren zu erleichtern.
Nach Ende des Betriebes muss dieses Holz aus dem Graben entfernt und an den Wegrand (nicht in den Acker!) gelegt werden, auch wenn der Betrieb am Folgetag weiter gehen soll.
Die Rückfahrt vom Startplatz zur Winde erfolgt über den ca. 150 Meter östlich verlaufenden Wirtschaftsweg.

Windenplatz / Startplatz am NNW-Ende
Der Startplatzbereich ist ca. 30 x 30 Meter groß und wird im Norden bzw. Osten durch einen Schotter- und Grasweg begrenzt. Dabei soll die Hauptnutzung möglichst am Rand zu den Wegen hin erfolgen, so dass die in Inanspruchnahme der Fläche insgesamt so gering wie möglich ist. Groundhandling auf dieser Fläche soll während der Vegetationszeit unterbleiben.
Die Winde wird auf dem Grasweg aufgestellt - nicht auf der Wiese!
Hinter dem Windenplatz kann auf dem Weg ein Fahrzeug (Shuttle bzw. Werkstattwagen) abgestellt werden.
Der geschotterte Weg ist für die Landwirtschaft frei zu halten.
Auf der Wiese darf nicht geparkt werden.

Windenplatz / Startplatz am SSO- Ende
Der Startplatzbereich ist ca. 30 x 30 Meter und befindet sich zwischen 2 Bäumen am Wegrand und reicht ca. 30 Meter vom Weg aus in die Wiese hinein. Die Flächennutzung soll möglichst gering gehalten werden. Der Aufenthalt der Piloten soll möglichst zwischen den Bäumen erfolgen. Groundhandling soll während der
Vegetationszeit unterbleiben.
Die Winde wird beim nördlichen der beiden Bäume ca. 20 Meter vom Weg entfernt aufgestellt.
Ein Fahrzeug (Shuttle bzw. Werkstattwagen) kann am Wegrand im Bereich des südlichen Baumes abgestellt werden.
Der Weg ist für die Landwirtschaft frei zu halten.
Auf der Wiese darf nicht geparkt werden.

Zufahrt und Parken
Auf dem Schleppgelände sind lediglich die stationäre Schleppwinde/Fahrzeug, das Fahrzeug für das Seilausziehen (z.B. Quad oder Moped), ein Werkstatt-Fahrzeug sowie evtl. ein Shuttle-Fahrzeug zugelassen.
Der Shuttle holt die Flieger vom in erreichbarer Nähe liegenden Parkplatz ab und transportiert sie in das Schleppgelände, falls nicht der Anmarsch zu Fuß erfolgt.
Je nach ausgewählter Schleppstrecke wäre die Anfahrt über die Hainbuchenstraße (durch den Ort Schönbrunn) zum Parkplatz am Waldrand möglich; alternativ können die Pkw auch bei den Tennisplätzen an der Landesstraße geparkt werden. Eine weitere Parkmöglichkeit besteht an der Einmündung des geschotterten Feldweges auf der Kuppe zwischen Haag und Schönbrunn.
Ein Shuttle-Service kann bei Bedarf eingerichtet werden.

Gemeinsame möglichst einvernehmliche Flächennutzung / Entschädigung
Die Nutzung von Äckern oder Wiesen ist mit den Pächtern abgesprochen und bezüglich der Entschädigung und den Nutzungs-/Ernteausfall eine finanzielle Vereinbarung getroffen. Beeinträchtigungen der Ackerarbeit, Vorbereitung, Düngung, Ernte usw.) entstehen normalerweise nicht. Unvorhersehbare Schäden (z.B. an Bäumen, der Ernte, Geräten usw.) sind versichert und werden von jedem Flieger bzw. dem Verein gemeldet und entschädigt. Es gehört zum „Ehrenkodex“ der Gleitschirmbranche, dass sich niemand einfach „vom Acker macht“!

Es ist ein besonderes Anliegen des Vereins, mit Landwirten, Pächtern, Jägern, Reitern, Radfahrern, Naturfreunden und der Gemeinde ein akzeptiertes offenes Verhältnis zu haben, bei dem Fragen und Probleme gemeinsam besprochen und zu beiderseitigem Einvernehmen gelöst werden sollen. So darf zum Beispiel ein Landwirt nicht in seiner Feldarbeit behindert werden; auf Reiter, Fahrradfahrer und Spaziergänger, die sich in der Nähe aufhalten, ist Rücksicht zu nehmen, mit Förster/Jagdpächtern können einvernehmliche Lösungen bei Flugbetrieb während der Aufzuchtzeit von Jungtieren abgesprochen werden.

Ohne die Akzeptanz der Bevölkerung und der Gemeinde gibt es keine zufrieden stellende, stressfreie Sportausübung. An unseren Schlepptagen werden sich  immer wieder Neugierige einfinden, die die Start- und Flugphasen bestaunen. Soweit möglich, sollten die Flieger die Anwesenden ansprechen und über unseren Flugsport informieren.

Zusammenfassend ein paar Leitsätze zum Verhalten auf dem Gelände:

  • Wenn die Landwirte arbeiten, haben wir Flugverbot, außer der Bauer sagt OK und die Flugsicherheit lässt Schleppbetrieb zu.
  • Wir „verbrauchen“ so wenig Fläche wie möglich.
  • Wir nehmen unseren Müll wieder mit, auch Bonbonpapier, Zigarettenkippen usw.
  • Groundhandling nur außerhalb der Vegetationszeit oder bis max. 14 Tage nach der Mahd.
  • Bei Sicherheitsaußenlandungen versuchen, Wirtschaftswege zu treffen, Wiese vor Acker.
  • Während der Gras/Heuernte herrscht evtl. über mehrere Tage Flugverbot. Evtl. gibt es „Zeitfenster“ tagsüber, an denen wir doch fliegen können.
  • Falls unklar ist, ob geerntet wird, bitte mit Klaus Berberich (06272-1852, 0162-2646696) abstimmen.
  • Wenn die Winde im Norden steht, den Grasweg als Standplatz benutzen.
  • VW-Bus und Quad dürfen auf der Schleppstrecke immer nur die gleiche Spur benutzen. Einweisung erfolgt durch den Windenfahrer.
  • Die Windenfahrer weisen die Startleiter auf die Einhaltung der Regeln hin.

 

Kosten / Gebühren

Um den Windenschleppbetrieb aufrecht zu erhalten, müssen laufend Aufwendungen für Abschreibung und Instandsetzung und Betrieb der Gerätschaften sowie Pacht, Ernteausfall oder Nutzungsentschädigungen durch die Kurpfälzer Gleitschirmflieger e.V. geleistet werden.

Deshalb werden Gebühren entsprechend einer separaten Gebührenordnung erhoben.

Friedbert Kaiser
Vorsitzender
Kurpfälzer Gleitschirmflieger Heidelberg e.V.

 

Übersichtskarte

Schjönbrunn

Windenplatz / Startplatz Süd

Schönbrunn Süd


Windenplatz / Startplatz Nord

Schönbrunn Nord